Förderverein Auferstehungskirche
Anlässlich des 95. Jubiläums der Auferstehungskirche Leipzig-Möckern wurde am 10.11.1996, im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst, der Förderverein Auferstehungskirche Leipzig-Möckern e. V. gegründet.
Sein Zweck besteht in der Beschaffung von Mitteln für die bauliche Erhaltung, Sanierung und Modernisierung des Kirchgebäudes, des Gemeindehauses und der Jugendräume der Ev.-Luth. Auferstehungskirche zu Leipzig-Möckern.
Seit der Eintragung in das Vereinsregister im Jahr 1997 fördert die Körperschaft ausschließlich und unmittelbar kirchliche Zwecke.
Mit der Unterstützung dieser historischen Bauten sind wir eng mit der Geschichte des Ortes Möckern verbunden:
So kann das seit dem Februar 1931 als Kirchgemeindehaus genutzte Gebäude in der Georg-Schumann-Straße 198 auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Erbaut auf dem Areal der Völkerschlacht bei Möckern (16.10.1813) als Villa an der Chaussee in Richtung Halle/Saale in den frühen 1820er Jahren, ein erster Umbau ist für das Jahr 1826 vermerkt, diente es seit 1859 dem Sanitätsrat Dr. med. Ferdinand Kern als Wohnhaus für seine „Kernschen Anstalten“. Anfänglich als Taubstummenanstalt gegründet, dienten die „Kernschen Anstalten“ später auch als Nervenheilanstalt, die europaweite Berühmtheit erlangten und Möckern die Bezeichnung eines „Luftkurortes“ einbrachte, wie historischen Anzeigen zu entnehmen ist.
Es war ein großer Segen für die Möckerner Kirchgemeinde, der es permanent an Platz für gemeindliche Veranstaltungen mangelte, dass 1930 die ehemalige Kernsche Villa gekauft und in ein modernes Gemeindehaus umgebaut werden konnte.

Die ehemalige Jugendbaracke hinter dem Gemeindehaus im Möckerner Gemeindegarten, in den 2010er Jahren zeitweise als Pilgerherberge genutzt, erinnert ebenfalls an die „Kernschen Anstalten“. In dem ursprünglich doppelt so langen Gebäude befand sich die ehemalige Kegelbahn der Anstalt.
Die Töchter der Familie Kern wiederum waren es, die zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert den Bau der Möckerner Kirche, die seit 1926 Auferstehungskirche heißt, mit ansehnlichen Summen finanziell unterstützten und die wertvolle rote Altarbekleidung mit dem in Silber gestickten Lamm Gottes stifteten.

Die Auferstehungskirche Leipzig-Möckern wurde im Jahr 1901 aus Gründen der Finanzmittelknappheit als sogenannte Notkirche nach Plänen des Leipziger Architekten Paul Lange erbaut. Als Vorbild für die Möckerner Kirche diente die als „Holzdom“ bezeichnete Interimskirche von Paul Lange in Anger-Crottendorf, die dem Bombenhagel von 1943 zum Opfer fiel.

Ursprünglich war für die Möckerner Fachwerkkirche eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren veranschlagt. Bereits im Jahr 1912 konnte man im Oktoberheft der deutschlandweit erscheinenden Zeitschrift „Der Städtebau“ den Baubauungsplan des damaligen Leipziger Stadtbauinspektors Hans Strobel für das nun nach Leipzig eingemeindete Möckern studieren. Dieser sah eine geräumige, massive Kirche an einem eigenen Kirchhof in der neuen Ortsteilmitte Möckerns vor, die nördlich der heutigen Georg-Schumann-Straße, im Bereich der heutigen Einmündung der Erika-von-Brockdorff-Straße in die Yorckstraße, entstehen sollte.

Jedoch vereitelte der Erste Weltkrieg diese hochfliegenden Pläne, so dass die Auferstehungskirche im Jahr 2026 mittlerweile in ihr 125. Jahr geht.
So dürfen wir dankbar auf die verschiedenen baulichen Instandsetzungen innerhalb der letzten 30 Fördervereinsjahre an der Auferstehungskirche blicken, die den Kirchturm, das Kirchendach, den Kircheninnenraum- und -vorraum sowie das Fachwerk des Kirchenschiffes betrafen.

Außerdem erstrahlt seit dem Jahr 2014 unser Möckerner Gemeindehaus wieder in seinem originalen Beigefarbton aus den 1930er Jahren.

Bildnachweise: Gemeindearchiv der Ev. Luth. Sophienkirchgemeinde Leipzig, Ortsteil Leipzig-Möckern
Foto mit der Inschrift am Gemeindehaus von Björn Hausmann
Sie möchten gerne dem Verein beitreten?
Dann laden Sie folgende Datei herunter und senden den Aufnahmeantrag an folgende Adresse:
Förderverein Auferstehungskirche Leipzig-Möckern e. V.
c/o Pfarrbüro Möckern der Ev.-Luth. Sophienkirchgemeinde Leipzig
Georg-Schumann-Straße 198
04159 Leipzig
Die Arbeit des Vereines können Sie auch mit Spenden unterstützen:
IBAN: DE61 3506 0190 1625 6700 19
Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank
Was-Wann-Wo-Wer?
Ansprechpartner
Björn Hausmann