Impuls des Monats

Monatsspruch für September

“Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.” (Haggai 1,6)

Der Monatsspruch für September aus dem Buch des Propheten Haggai im Alten Testament weist uns darauf hin, dass viele Anstrengungen umsonst sind, wenn sie nicht in die richtige Richtung gehen. Haggai ist ein nahezu unbekannter Prophet, wir haben nur ca. 4 Monate Wirkungszeit beschrieben im Alten Testament. Aber er beschreibt, was es heißt, sich im Leben irgendwie “falsch” anzustrengen: viel säen, aber kaum etwas ernten; essen und doch nicht satt werden; trinken und durstig bleiben; etwas anziehen und doch frieren; Geld verdienen, das einem dann durch die Finger rinnt – kurz: die Mühen bringen keinen Lohn.

Der Monatsspruch ist aus der Klage Gottes, die Haggai dem Volk zu Gehör bringt. Gott beklagt, dass die Menschen sich um alles Mögliche zuerst kümmern, aber sein Haus, den niedergerissenen Tempel, liegen lassen und meinen, das habe noch Zeit. „Mein Haus steht so wüst da, und ein jeder eilt nur, für sein Haus zu sorgen.“ heißt es wenige Verse später. Es ist zum einen die Feststellung, dass jeder zunächst nur an sich selbst denkt. Zum anderen ist es aber der Hinweis, dass mit einer solchen Lebenseinstellung das ständige Gefühl, etwas zu versäumen, hungrig und durstig zu sein und Mangel zu leiden, immer bleiben wird. Solange das Haus Gottes nicht gebaut wird und im Fokus meines Lebens und Strebens steht – und da ist nicht nur das Gebäude Tempel oder Kirche gemeint, sondern Gemeinde, der Ort, wo Gott zu Hause ist –, solange kann auch mein Leben nicht gelingen.

Viele, viele Jahre später ruft Jesus seinen Zuhörern zu: “…wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. … und mit dem Hinweis auf all unser tägliches Sorgen um Essen, Kleidung usw. erklärt er: … euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles (auch) zufallen.”

Gelingendes Leben, Gott will uns dabei helfen – lassen wir es zu und unser Herz bei ihm sein.

Herzlich
Ihr Pfarrer Hein

Pfarrer Dr. Markus Hein
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