Impuls der Woche
6. Sonntag mach Trinitatis, 12. Juli 2026
Der neue SONNTAGSIMPULS. Die ungestörte Zeit haben Sie sicher längst organisiert. Offen für Geschenke des Himmels an Sie ganz persönlich. Wir wünschen Ihnen gute Zeiten in der neuen Woche. Dieser Impuls erinnert eines der Lieblings-Worte aus der prophetischen Literatur:
Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. (Jesaja 43)
Ein absolut evangelischer Zuspruch. Manche vermuten, dass diese Zusage vor etwa 2500 Jahren dem ganzen Volk Israel gegeben worden war. Israel war damals in der sprichwörtlich gewordenen „Babylonischen Gefangenschaft“.
Siebzig Jahre. Drei Generationen, Lebenslänglich Flüchtling. Ein schreckliches Exil!
Fürchte dich nicht!
So beginnen in der Bibel nahezu alle Begegnungen zwischen Menschen und Engeln. Wer kennt sie nicht – die Botschaft an Maria und an die Hirten im Lukasevangelium!
Ich habe dich erlöst!
Das klingt nach Befreiung. Gefangenschaft war es seinerzeit konkret und buchstäblich. Gefangenschaften gibt es aber schon immer auch in vielfach übertragenem Sinn. Gefangen sind wir immer wieder, immer anders, immer neu. Luther würde formulieren: in Gedanken, Worten und Werken.
Und was bedeutet “erlöst“? Aus der Perspektive Gottes vielleicht so:
„Ich biete dir Chancen. Ich mache es möglich. Du kannst neues Denken, Wollen, Handeln beginnen. Das muss keine Utopie bleiben“.
Oder
„Du hast Alternativen. Du bist nicht festgelegt. Veränderung und Umkehr sind möglich“.
Oder
„Du hast erstaunliche Perspektiven. Du bist eigentlich nie am Ende. Deine Hoffnung muss nicht sterben“.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen!
Beim Geborenwerden ist mein Bewusstsein noch nicht. Beim Sterben ist mein Bewusstsein nicht mehr. Immer aber und wie auch immer werden wir von Gott ganz persönlich angesprochen und beim Namen genannt. Es geschah. Es geschieht.
Übrigens bei der Taufe als einer sogenannten zweiten Geburt geschieht das auch. Deshalb ist die Erinnerung an die Taufe so wichtig.
Du bist mein!
Hier ist nicht eine Art himmlisches Privateigentum gemeint! Keine Vereinnahmung!
Nicht mehr und nicht weniger als Zugehörigkeit ist gemeint. Um die geht es. Zugehörigkeit schafft Identität. Zugehörigkeit schafft Selbstwert. Zugehörigkeit schafft Selbstbewusstsein.
Wissen wohin man für immer gehört. Wissen warum und wie man unterwegs ist auf diesem Planeten. Wissen worauf es wirklich ankommt und worauf nicht. Wunderbar!
Im digitalen Zeitalter und angesichts von KI lebenswichtig. Sogar überlebenswichtig.
Das uralte Wort aus dem Buch Jesaja – ein Schatz.
Mehr als ein Konto. Und davon „profitieren“ sollen wir schon jetzt!
Pfr. Dr. Gottfried Schleinitz
Sie haben die Impulse der letzten Wochen verpasst?
Dann können Sie sie hier nachlesen:
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Kirchenjahr 2025/2026