Impuls der Woche
20. Sonntag mach Trinitatis, 18. Oktober 2026
Hier ist wieder Ihr SONNTAGSIMPULS. Bald seht das Reformationsfest im Kalender. Denken Sie auch manchmal daran, was in unserer Kirche heutzutage alles endlich mal reformiert werden müsste? Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Wieder mit einer ungestörten Zeit für die pünktlichen Geschenke des Himmels. Wir wünschen Ihnen eine starke neue Woche. Dieser Impuls rückt das Grundmotto unserer Ethik in den Blick:
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Her von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6/8)
Im Originalton klingt das etwa so:
„Hallo, Mensch, tu mal nicht so als ob du nicht wüsstest, worauf es ankommt! Wie oft muss ich dir das denn noch sagen – es ist eigentlich ganz einfach – Dreierlei ist wichtig. Tu was Gott sagt. Hör nicht auf zu lieben. Bleib auf dem Boden!“
Klingt wirklich einfach. Lässt sich auch gut merken. Ausreden – so genau hätte man das ja nie gehört – kann man sich nicht leisten. Heute schauen wir etwas intensiver auf diese Goldene Regel!
Gottes Wort halten.
Schlag nach bei den Propheten. Da stoßen wir auf viele Impulse, die für uns und unsere Gesellschaft richtig heilsam wären. Lesen Sie gelegentlich die paar Kapitel bei Micha oder Amos.
Schlag nach bei Jesus. Sie entdecken vielleicht Manches sogar völlig neu, wenn Sie die paar Kapitel Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus wieder mal aufblättern. Schlag nach bei Paulus. Für den Galaterbrief oder den Philipperbrief, auch für die Korintherbriefe brauchen Sie gar nicht viel Zeit. Sie werden staunen, was da geschrieben steht.
Gottes Wort halten kann man nur, wenn man es kennt.
Liebe üben.
Sie sagen: Mach ich ja. Vorsicht. Stellen Sie sich doch bitte mal diese Kontrollfragen:
Bin ich mit dem vertraut, was mein Nächster wirklich braucht?
Möchte ich mich um die oder den kümmern, um den sich kaum jemand kümmert?
Weiß ich, was Anderen guttut, was ihnen fehlt, was sie erfreut, was sie beschäftigt?
Was möchte ich gern mit anderen teilen?
Welche Worte wären für sie eine Hilfe?
Liebe ist mehr als ein nettes Gefühl.
Liebe ist der Name für einen Zustand, für eine Einstellung, für eine Haltung.
Demütig sein vor deinem Gott.
Das heißt in aller Kürze und vor allem: Ihn mögen, Ihn fragen, Ihn suchen, Ihn loben, Ihm danken. Damit werden Sie nie fertig. Müssen Sie auch nicht. Nur dran denken und drauf achten. Das reicht für dieses und für das andere Leben!
Pfr. Dr. Gottfried Schleinitz
Sie haben die Impulse der letzten Wochen verpasst?
Dann können Sie sie hier nachlesen:
Kirchenjahr 2024/2025
Kirchenjahr 2025/2026