Impuls der Woche

Sonntag Misericordias Domini, 19. April 2026

Gott segne Sie an diesem Sonntag, der weltweit der „Hirten-Sonntag“ genannt wird. Haben Sie jetzt wieder eine ungestörte Zeit der Ruhe! Frei von schweren Sorgen und trüben Gedanken. Offen für das, was nur von Gott kommen kann und ein Geschenk des Himmels an Sie ist. Und wieder wünschen wir Ihnen einen guten Anfang der neuen Woche. Heute steht das Wort für die Woche aus dem Johannesevangelium auf dem Speiseplan Ihrer Seele!

Wie hört sich dieses Evangelium wohl an in Regionen, die mit Trümmern übersät sind? Bei Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben? Bei Menschen, die in wahnsinnigen Kriegen oder bei Erdbeben und Überschwemmungen Tote beklagen?
Bei Menschen vieler Ländern im Nahen Osten. Bei Menschen nebenan in Ukraine und Russland. Bei ohnmächtigen Menschen, die krankhaften Mächtigen ausgeliefert sind.

Genau in dieser realen Welt hören und lesen wir diese Worte aus der biblischen Überlieferung.

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh.10)

Sie kennen das Bild von dem Hirten, der sein Schaf gesucht hat, der es jetzt trägt, der es allezeit und überall begleiten und behüten will. In den Wohnungen unserer Vorfahren hatte es seinen besonderen Platz. Oft haben es die Eltern den Kindern vererbt. Vielen Menschen rund um den Erdball ist der „Gute Hirte“ Jesus Christus. Hirte ist nicht sein Beruf, sondern sein Wesen.

Mit dem Guten Hirten unterwegs sein – das bringt Frieden dem Herzen, Gewissheit der Seele, Hoffnung den Gedanken. Im Alter brauchen wir einen Ansprech-Partner, dem wir uns anvertrauen können und auf den wir uns verlassen können.
Wie oft fühlen wir uns einsam. Wie oft werden wir abgehängt. Wie oft sind auf andere angewiesen. Wie oft spüren wir: wir gehören nicht mehr ins Stadtbild.

Mit dem Guten Hirten in der Nähe – das tut dem matten und düsteren Gemüt gut.
Er sorgt für sichere Orientierung in unsicherer Zeit…
Er macht mutig für den Tag und ruhig für die Nacht…
Er bringt ans nächste Ziel, sogar ans letzte Ziel – Seine Ewigkeit.

Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz

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Dann können Sie sie hier nachlesen:
Kirchenjahr 2024/2025
Kirchenjahr 2025/2026

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