Impuls der Woche

Wochenspruch ab Sonntag 25. Oktober

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Her von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6/8)

Im Originalton klingt das etwa so: “Hallo, Mensch, tu mal nicht so als ob du nicht wüsstest, worauf es ankommt! Wie oft muss ich dir das denn noch sagen – es ist doch ganz einfach – Dreierlei ist wichtig. Tu was Gott sagt. Hör nicht auf zu lieben.  Bleib auf dem Boden!”
Klingt wirklich einfach. Lässt sich auch gut merken. Rausreden – so genau hätte man das ja nie gehört – kann man sich da nicht. Heute schauen wir mal etwas intensiver auf diese Goldenen Drei!

Gottes Wort halten. Schlag nach bei den Propheten. Da stoßen wir auf viele Impulse, die für uns und unsere Gesellschaft richtig heilsam wären. Lesen Sie gelegentlich die paar Kapitel bei Micha oder Amos. Schlag nach bei Jesus. Sie entdecken vielleicht Manches sogar völlig neu, wenn Sie die paar Kapitel Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus wieder mal aufblättern. Schlag nach bei Paulus. Für den Galaterbrief oder den Philipperbrief, auch für die Korintherbriefe brauchen Sie gar nicht viel Zeit. Sie werden staunen, was da geschrieben steht. Gottes Wort halten kann man nur, wenn man es kennt.

Liebe üben. Sie werden sagen, mach ich ja. Vorsicht. Stellen Sie sich immer mal die paar folgenden Fragen – Kontrollfragen. Bin ich mit dem vertraut, was mein Nächster wirklich braucht? Möchte ich mich mal um die oder den kümmern, um den sich sonst kaum jemand kümmert? Weiß ich, was Anderen gut tut, was ihnen fehlt, worüber sie sich freuen, was sie beschäftigt? Was möchte ich gern mit anderen teilen? Welche Worte wären für sie eine Hilfe? Liebe ist mehr als ein nettes Gefühl. Liebe ist der Name für einen Zustand, für eine Einstellung, eine Haltung.

Demütig sein vor deinem Gott. Das heißt in aller Kürze vor allem: Ihn mögen, Ihn fragen, Ihn suchen, Ihn loben, Ihm danken. Damit werden Sie nie fertig. Müssen Sie auch nicht. Nur dran denken und drauf achten. Das reicht für dieses und für das andere Leben!

Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz

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