Die Gottfried-Hildebrand-Orgel der Schloßkirche

Die Gottfried-Hildebrand-Orgel von 1894

Die Gottfried-Hildebrand-Orgel der Schloßkirche hatte ursprünglich 10 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Nachdem 1917 die Prospektpfeifen für Rüstungszwecke abgeliefert werden mussten und Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre die Orgel komplett ausgelagert war, kam es zu mehreren Umdispositionen. Mit der letzten Generalreparatur von 2018 wurde wieder ein Schritt hin zur Originaldisposition getan.
Damit ergibt sich nunmehr die folgende Disposition, wobei die Registerbezeichnung den Aufschriften der Manubrien entspricht und die Nummerierung vom Prospekt nach hinten erfolgte:

I. Manual:
2 Prinzipal 8’ discant (g°) g°-d’ im Prospekt, Zinnlegierung (2002)
3 Bordun 8’ C-a° Fichtenholz, b°-g² Esche ab gs² Zinnlegierung offen (1973?)
1 Octave 4’ Zinnlegierung mit Expressionen (1894)
4 Rohrflöte 4’ Zinnlegierung, Hüte befilzt, ab fs² konisch offen (1973)
5 Quinte 1 1/3’ Zinnlegierung (1973)
6 Mixtur 3fach 2 2/3’ terzhaltig, C 2’-1 3/5’ – 1 1/3’; c1 2 2/3’ – 2’ – 1 3/5’; fs² 4’ – 2 2/3’ – 1 3/5’ (1894 / 1973)

II. Manual
7 Lieblich Gedact 8’ C – H Fichtenholz, ab c° Zinnlegierung, Hüte befilzt (1894)
8 Floete 4’ C-f² Obstholz, innenlabiiert, Stimmdeckel, ab fs² Zinnlegierung
9 Principal 2’ Zinnlegierung, Expressionen, (1894?)

Pedal
11 Subbass 16’ Fichtenholz (1894)
10 Octavbass 8’ Rekonstruktion des Cellobass unter Wiederverwendung von C – H, Fichtenholz (1894), ab c° in Nadelholz nach Vorlage in Liebertwolkwitz 1891

Koppeln
Manualcoppel – als Gabelkoppel über dem II. Manual ausgeführt
Pedalcoppel – als Gabelkoppel mit ständig mitlaufendem Wellenbrett aus geführt. Bei eingeschalteter Manualkoppel koppelt das II. Manual mit ins Pedal.

Mit einem 360°-Blick in die Orgel können Sie die Register auch sehen:

Den Vertrag mit Orgelbaumeister Hildebrand vom 09.03.1894 können Sie hier nachlesen.

>