Archiv Impuls der Woche Kirchenjahr 2025/2026
Hier finden Sie die Impulse des Kirchenjahres 2025/2026
Sonntag Lätare, 15. März 2026
Wir haben die Mitte der Passionszeit bereits erreicht. Der SONNTAGSIMPULS darf nicht fehlen. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer Ihre völlig ungestörte Zeit. Wir wünschen Ihnen eine fröhliche und friedliche neue Woche. Dieser Brief redet ganz anders vom Tod als wir es gewohnt sind.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein. Wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh. 12,24)
Das ist uralte Bauernweisheit. Jesus, der Meister aus Nazareth, greift diese Weisheit auf. Er kann sie bei seinen Zuhörern voraussetzen. Für uns ist Landwirtschaft weit weg. Aber diese Logik aus dem ländlichen Raum ist uns schon noch vertraut.
Worum aber geht es hier?
Wenn etwas neu werden muss, muss etwas vergehen. Aus dem Sterben wird ein Werden. Aus Tod wird Leben. Weit zurück geht diese Anschauung. Alle Religionen, die mit Opfer zu tun haben, kennen diese Wahrheit, diese Weisheit. Leben kommt aus dem Tod.
Dieses Wort in einer Kultur des unaufhörlichen Wachstums klingt wie ein Fremdkörper. Größer. Höher. Weiter. Da ist kein Platz für „Vergehen“! Für unbegrenztes Wachstum ist der Tod undenkbar. Er darf gar nicht zu uns gehören. Wenn er auf Intensivstation sein darf, ist das schon ein kleines Wunder. Normalerweise gehört der Tod auf den Friedhof. Der Friedhof ist sein Ghetto. Wachstumsgläubige aller Schattierungen haben ihn dorthin verbannt.
Wie kommen Transhumanisten dazu, den Tod sozusagen abschaffen zu wollen?
Wie können sie sich derart in ihrem Denken und Wollen verrennen?
Dieses „Starke Stück“ Evangelium lässt uns innehalten und aufhorchen.
Sollten wir nicht doch immer mal, vielleicht sogar immer öfter, überlegen was sterben sollte, damit etwas leben kann?
Sollten vielleicht sogar ganze Denksysteme endlich mal sterben – beispielsweise, dass Gesundheit „alles“ ist, dass Freiheit „alles“ ist, dass Geld (Kapital, Profit) „alles“ ist!
Das Sterben, von dem hier die Rede ist, hat im weitesten Sinne mit Verzichten, mit Loslassen, mit In-die-zweite-Reihe-stellen, mit Abschied nehmen, zu tun. Sterben im Evangelium hat zu tun mit der Lebensart Jesu Christi: Verzicht ist Gewinn. Wer den Nächsten und den Übernächsten liebt, tut sich selbst etwas Gutes. Das Ego gehört nicht in den Mittelpunkt. Sich hingeben macht Sinn und wird zum Mehrwert.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Okuli, 08. März 2026
Mit diesem SONNTAGSIMPULS betritt ein besonderer Gast Ihre Wohnung. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer sonntags Ihre ungestörte Zeit für die pünktlichen Geschenke des Himmels. Wir wünschen Ihnen eine neue Woche voller Frieden und Freude. Dieser Brief ist nicht auf den ländlichen Raum begrenzt.
Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lukas 9,62)
In der Nachkriegszeit war ich öfter bei meinem alten Onkel in der Lausitz. Der zählte damals zu den sogenannten Mittelbauern. Dort hatte ich viele Kontakte mit den unterschiedlichsten Nutztieren. Auch mit Pferden. Mein Onkel hatte großes Vertrauen zu mir, dass er mich mit den beiden Pferden allein „auf Arbeit“ schickte. Gepflügt wurde damals noch mit dem Scharpflug, vor den die beiden Pferde gespannt waren. Mit den Leitzügeln in der einen Hand und die andere Hand am Pflug. Es ging darum, die Furchen gerade zu ziehen. Das war für mich als einem Jungen aus der Stadt gar nicht so einfach. Daher weiß ich es noch ganz genau: wenn ich beim Pflügen zurückgeschaut hätte, wäre nie eine gerade Furche zustande gekommen. „Wer seine Hand an den Pflug legt!“
Im Evangelium wird nun aber sicher nicht eine Lektion „Ackern in der Landwirtschaft“ überliefert. Hier geht es um die Perspektive unseres Glaubens. Christen oder Kirchen, die sich nur mit der Vergangenheit beschäftigen, nur zurückschauen, taugen nichts oder nicht viel. Gegenwärtig ist das ein kritischer Punkt. Es ist weithin zu beobachten, dass sich das Christentum in Deutschland oft und manchmal nur mit seiner Geschichte befasst. Jubiläen haben Konjunktur. Viele schauen zurück auf vermeintlich Goldene Zeiten der Kirche oder auf ihre Kindheit, in der das Glauben noch relativ selbstverständlich gewesen war. Aber mal ehrlich – was mussten wir damals lernen? Lauter Dinge, die es einmal gab oder die einmal gewesen waren. Eigentlich nur Fakten. Bis hin zum Glaubensbekenntnis, das in der Erinnerung aus weithin auswendig gelernten Fakten bestand.
Wenn unser Glaube nicht lernt, in die Zukunft zu schauen, können wir ihn an den Nagel hängen oder noch ganz anders entsorgen. Glaube hat mit Zukunft zu tun oder es ist kein Glaube. Und Zukunft meint das, was auf uns “zukommt“. Da kann uns wirklich nichts Besseres passieren, als dass der allzeit Barmherzige auf uns zukommt.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Reminiscere, 01. März 2026
Hier ist er wieder, Ihr SONNTAGSIMPULS. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Wir wünschen Ihnen eine neue Woche voller Vertrauen. Dieser Brief hat eine ganz bestimmte und besondere Perspektive. Mal sehen, ob Sie die herausfinden.
Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5,8)
Das ist zugegebenermaßen eine schwere Kost. Obwohl: Andachten und Predigten, Gesangbücher und Liturgien benutzen seit Jahrhunderten diese zur blassen Formel verkommene Wahrheit „für uns gestorben“. Ich versuche heute gar nicht, das mit Worten zu erklären. Ich gehe mit Ihnen einen anderen Weg. Ich versuche, mich mit Ihnen zu verständigen über ein Bild. Und das geht so:
Ich schaue auf das Kreuz. Das Kreuz hat zwei Balken, einen senkrechten und einen waagerechten. Der senkrechte Balken symbolisiert eine stabile Brücke – die Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Kosmos und Globus. Der waagerechte Balken symbolisiert einen weiten Horizont – rund um den Erdball, global.
Das, und vor allem das, zeigt Gott in Jesus von Nazareth, dem Christus: Seine Liebe hat nach oben und unten keine Grenze. Seine Liebe ist von kosmischen Ausmaßen und von universaler Qualität. Und seine Liebe hat auch nach keiner Seite eine Grenze. Seine Liebe ist von globalem Ausmaß und von internationaler Qualität.
Wenn ich das Kreuz Jesu so sehe und deute, bin ich nicht fixiert auf Tod und Blut und auch nicht auf Leiden, sondern auf eine grenzenlose Liebe und deren schöpferische Kraft. Wir reißen Karfreitag und Ostern meist auseinander. Aber sie gehören zusammen. Das Kreuz ist die Botschaft von der alles überwindenden Kraft der Liebe Gottes.
Wie Sie gemerkt haben: das Wort Opfer habe ich tunlichst vermieden. Zu krass sind die Missverständnisse, die damit verbunden sind. Nicht wenige Zeitgenossen fragen uns Christen ernsthaft: Was ist das für ein Vater, der den Tod seines Kindes braucht, um seine Ziele durchzusetzen? Was ist das für eine Religion, die am Opfer gewinnt? Vor allem aber, was ist das für eine Liebe?
Ich habe es heute anders versucht. Und ich hoffe, Sie kommen klar damit. Schalom!
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Invokavit, 22. Februar 2026
Die Passionszeit hat begonnen. Die SONNTAGSIMPULSE bekommen einen ganz besonderen Sound. Gott segne diesen Tag! Und wir wünschen Ihnen eine getroste neue Woche. Dieser Impuls macht bewusst, dass wir dem Teufel nicht alles in die Schuhe schieben sollten.
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh. 3,8)
„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“
Dafür ist er angetreten. Dafür kam er auf den Plan. Dafür hat er sich stark gemacht. Dafür hat er sich aufgeopfert. Dafür hat er Kopf und Kragen riskiert. Dafür war er Tag und Nacht auf der Matte. Dafür ließ er sich auslachen und auspeitschen. Dafür verzichtete er auf Ehe und Familie, auf Job und Karriere. Das alles und sicher noch viel mehr verbirgt sich hinter diesem uns nicht vielsagenden Wort „erschienen“.
„Die Werke des Teufels zerstören“
Wer kann das schon – dem Teufel an den Kragen gehen, ihm den Garaus machen, ihm den Wind aus den Segeln nehmen, ihn über die Klinge springen, ins Leere laufen, alt aussehen lassen, seine Absichten im doppelten Sinne durchkreuzen. Nochmal: wer kann das schon – die Werke des Teufels zerstören? Antwort: „Der Sohn Gottes“ – also nur der, dessen Wesen ganz und gar von Gott geprägt und bewegt wird.
Zweierlei ist noch offen: was sind eigentlich Werke des Teufels und womit werden sie zunichtegemacht?
„Werke des Teufels“?
Alles, was tödlich ist, was den Menschen das Leben zur Hölle macht, was überhaupt Leben behindert oder verhindert. Das alles ist vom Teufel, ist Teufelszeug, ist teuflisch. Es gibt eine Menge davon. Beispiele? Eine Freiheit, die auf Kosten anderer funktioniert. Ein Friede, der mit Gewalt gemacht und bewacht wird. Eine Hoffnung, die nur das Eigene (das Eigentum) im Sinn hat. Eine Liebe, die nur an sich und kaum an den oder die anderen denkt. Ein Wohlstand, der nur vom Elend anderer lebt usw. Wir merken schon – das Alles geschieht rund um die Uhr. Wohin wir auch blicken. Werke des Teufels sind allgegenwärtig. Und scheinbar allmächtig. Wir sollten demütig bei uns selbst anfangen und nachschauen, wie viel davon in uns ist und von uns ausgeht.
„Womit der Sohn Gottes teuflische Werke zerstört“ hat und zerstört?
Die Antwort ist einfach und eindeutig. Es gibt keinen Zweifel. Nur mit Liebe löscht er die teuflischen Brände. Er sucht und braucht Menschen, die mitmachen, keine Mitläufer. Nachfolge, die sich nicht bemüht, die Werke des Teufels zu zerstören, ist keine Nachfolge. So ernst ist die Lage.
Genug für heute. Amen.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Estomihi, 15. Februar 2026
Die Passionszeit steht vor der Tür. Wie immer sonntags auch der SONNTAGSIMPULS. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Wir wünschen Ihnen eine neue Woche mit wohltuenden Erfahrungen. Dieser Impuls fragt mehr oder weniger zwischen den Zeilen, auf welchem Weg wir gerade unterwegs sind.
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lukas 18,31)
Jerusalem ist eben nicht nur eine Stadt im Nahen Osten. Jerusalem ist ein besonderer Ort. Ein Kraft-Ort. Ein Ort, wohin christlicher Glaube in dieser Zeit des Kirchenjahres unterwegs ist. Die Passion, gemalt und vertont, rückt wieder ins Blickfeld der Christen und ihrer Kultur. Für manche gehören Matthäuspassion und Johannespassion zu den Pflichtveranstaltungen in diesen Wochen. Manchmal kriegt Passion so einen Sound wie „Alle Jahre wieder“. Da ist Vorsicht geboten.
Von Passion erzählt das Neue Testament nur deshalb, weil es Ostern gegeben hat. Die Passion Jesu ist nicht Ziel, sondern Weg. Das Ziel ist das Neue Leben, ist Auferstehung, ist Hoffnung, die nicht stirbt. Die Evangelisten waren überzeugt, dass das Leben, aus Liebe geboren und von Liebe getragen, Gottes wunderbare Absicht gewesen war und bleiben wird.
Ewiges Leben ist eine inzwischen viel zu schwammige Formulierung. Leben und nur Leben will der Allmächtige, der Ewige, der Barmherzige. Davon reden und schreiben schon die Propheten in grauer Vorzeit. Nur eins sollte dabei nicht vergessen werden: solches Leben ist kein Selbstläufer. Zu diesem Leben geht es nur durch den Tod. Wir sollten dabei nicht nur an den biologischen Tod denken. Der Mensch stirbt viele Tode vor seinem Ende. Jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Jedes Weniger-Werden ist ein kleines Sterben. Der Weg des Menschensohnes ist ein ziemlich buntes Bilderbuch dazu.
Wenn Jerusalem Schlusspunkt gewesen wäre, würde es keinen Sinn machen, immer wieder nach dort aufzubrechen. Als ob es für uns dort etwas zu holen gäbe. Wenn Jerusalem ein Wort für das Ende wäre, könnten wir uns die Besinnung und die Betrachtung der Passion Jesu verkneifen.
Jerusalem aber ist der Anfang von Leben. Die Passion erinnert daran, dass wahres Leben einen hohen Preis haben kann und dass wahres Leben durch den Tod gehen muss und dass ein solcher Anfang immer mit Abschied verbunden sein wird. Sehen Sie also deshalb das Kreuz schon auch als Symbol des Todes, aber des Todes, der zum Tor wird. Sehen Sie deshalb das Kreuz schon auch als ein Symbol dafür, dass Vieles sozusagen durchkreuzt werden muss, damit der Weg ins Leben frei wird.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Sexagesimä, 08. Februar 2026
Wieder kommt der SONNTAGSIMPULS zu Ihnen. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Wir wünschen Ihnen eine sinnvolle neue Woche. Dieser Brief macht wieder mal klar, dass wir und niemand sonst verantwortlich sind für unser Herz.
Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstocket eure Herzen nicht. (Hebr. 3,15)
Zu denen, die Stimmen hören, zähle ich mich nicht. Im Volksmund sind die, die Stimmen hören, nicht ganz bei Sinnen. Mit ihnen stimmt was nicht. Möglicherweise brauchen die sogar einen Arzt. Das ist bekanntlich das übliche Meinungsbild zum Thema „Stimmen-hören“.
Gottes Stimme gehört nicht in diese Schublade. Sie ist von ganz anderer Art. Sie ist nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. Sie ist eigentlich nicht zu überhören. Aber genau da liegt der Punkt. Und darauf macht der Hebräerbrief unmissverständlich aufmerksam: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstocket euer Herz nicht“.
Wie gesagt, Gottes Stimme kann man eigentlich nicht überhören, man kann sich ihr aber verschließen. „Verstocken“ klingt so, als könnten wir Gottes Stimme wie ein lästiges Tier mit einem Stock abwehren, abschotten – gewissermaßen verscheuchen. Ob wir das jetzt wahrhaben wollen oder nicht, das tun wir in der Tat viel zu oft. Manchmal sind wir Weltmeister in dieser Sache. Wir machen zu. Wir machen uns zu. Wir verschließen uns. Wir verbarrikadieren uns. Wir lassen nichts ran und schon gar nichts rein. Beispiele?
Alle eure Sorge werft auf ihn – machen wir aber nicht.
Vergebt einander – machen wir aber nicht.
Dient einander mit der Gabe, die euch gegeben ist – machen wir aber nicht.
Lass dir an meiner Gnade genügen – machen wir aber nicht.
Aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens – machen wir aber nicht.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir – glauben wir aber nicht.
Die Liste ist lang.
Es wäre doch mal ein besonderer Impuls für die begonnene Woche: Hirn und Herz aufmachen, sich öffnen. Für die Stimme, die nur Gottes Stimme sein kann. Und Sie werden Überraschungen erleben, wenn Sie denn mögen.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Sonntag Septuagesimä, 01. Februar 2026
Sonntag ist. Und mit ihm der SONNTAGSIMPULS in Ihrer Hand. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer Ihre ungestörte Zeit für die unübertroffenen Geschenke des Himmels. Wir wünschen Ihnen eine richtig gute neue Woche. Dieser Brief wirft ein Licht auf das, was wir Vertrauen nennen.
Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel9,18)
Das ist eine interessante Formulierung. Sie ist fast schön: „Wir liegen vor dir mit unserem Gebet“. Wenn ich liege, liefere ich mich aus. Das gilt für Leiden und Lieben. Wenn ich liege, mache ich mich wehrlos. Der Totstellreflex bei bestimmten Tieren ist ein Vergleich der nicht mal hinkt. Wenn ich liege, wachen meine Erwartungen auf. Erwartungen auf Zuwendungen oder Schlaf, auf Berührung oder Zeit. Das „liegende Gebet“ bedeutet aus dieser Perspektive: ich liefere mich Gott aus. Ich erwarte das Nötige und Mögliche von ihm. Ich werde still und warte – auf Gott.
Das alles hat sehr viel, entscheidend viel, mit Vertrauen zu tun. Halten Sie jetzt bitte mal kurz inne, ein paar Augenblicke. Und beantworten Sie sich (nur sich!) folgende Frage: was geschieht eigentlich, wenn ich vertraue? – – – Lesen Sie hier nicht gleich weiter.
Bei der Lektüre eines mir wichtig gewordenen Buches habe ich entdeckt, was Vertrauen erst zum Vertrauen macht. Inzwischen habe ich es mir und anderen bei ganz verschiedenen Gelegenheiten weitergegeben: Vertrauen ist wunschlos oder es ist kein Vertrauen! Wenn ich darauf vertraue, dass Gott es so oder so bitte machen möchte, teile ich ihm nur meine Wünsche mit. Aber ich weiß ja nicht mal, ob meine Wünsche das Bestmögliche sind. Gott vertrauen geht anders. Ich überlasse es ihm. Ich überlasse mich ihm. Ich mache mein Herz leer. Auch meinen Kopf. Ich lasse nur diesen Glauben zu, dass das Bestmögliche geschieht, wenn ich Gott vertraue.
Dieses Grundvertrauen hinterfrage ich nicht. Ich lasse es auch nicht hinterfragen. Egal wie mir manchmal zumute ist oder was andere davon halten. Ich vertraue „auf deine große Barmherzigkeit“. Genau das ist meine Chance. Und es ist auch Ihre Chance. Glauben Sie mir, ich rede hier nicht wie der Blinde von der Farbe.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Letzter Sonntag nach Epiphanias, 25. Januar 2026
Gott segne diesen Sonntag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer sonntags Ihre ungestörte Zeit. Wir wünschen Ihnen eine neue Woche voller Zufriedenheit. Dieser Brief ist eine Botschaft „wider das Vergessen“.
Über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jes. 60,2)
Wie das – aufgehen? Die Sonne geht auf. Der Hefeteig auf. Der Vorhang geht auf. Ein Licht kann mir aufgehen. Aber „der Herr“?
Und dann soll „seine Herrlichkeit“ auch noch über mir erscheinen! Über mir kreisen immer mal die schwarzen Sorgenvögel. Über mir schwebt manchmal so etwas wie ein Damokles-Schwert. Aber die „Herrlichkeit des Herrn“?
Ich merke, ohne Bildersprache komme ich hier nicht weiter. Stellen Sie sich doch das Ganze einmal wie folgt vor:
Wenn „der Herr“ meine Sonne, mein Licht, ist, dann bin ich von Herzen dankbar, wenn die jeden Tag, in diesem Fall sogar jede Nacht, „über mir aufgeht“.
Wenn „seine Herrlichkeit“ seine liebende und leitende Hand ist, dann bin ich von Herzen dankbar, wenn die sogar spürbar über mir „erscheint“. Wenn ich über mir Gottes Güte und Gottes Barmherzigkeit weiß, dann kann nichts Bedrohliches über mich hereinbrechen.
Der Herr über mir ist mehr als das Dach über dem Kopf. Da kann ich getrost meinen Weg gehen, selbst wenn er durchs finstere Tal führt, selbst wenn es über Abgründe geht. Ich werde immer das andere Ufer erreichen. Dorthin wo ich aufgefangen und aufgehoben bin. Für immer.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
2. Sonntag nach Epiphanias, 18. Januar 2026
Und wieder ist er da – der SONNTAGSIMPULS.Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer sonntags Ihre ungestörte Zeit.
Wir wünschen Ihnen eine richtig gute Woche.
Diese Worte aus dem Johannesbrief erinnert an das, worauf es eigentlich ankommt.
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade (Johannes 1,16)
Manchem klingt das zu vollmundig, manchem zu formelhaft. Die wenigsten reden in solch hohen Tönen von ihrem Glauben. Und wenige wissen, was hier konkret gemeint sein könnte. Wir werden uns diesem gewaltigen Satz nur annähern können. Mehr ist wohl nicht drin. Mehr muss vielleicht auch nicht sein. Ich schlage vor, wir verständigen uns über die beiden Worte „Fülle“ und „Gnade“.
Von seiner „Fülle“ leben – da sollten wir bald fündig werden! Ich denke, dass hier nicht Masse und Menge gemeint sind, auch nicht Waren des täglichen Bedarfs. Das Evangelium meint „erfüllt sein“. Das ist doch schon eine ganz andere Kategorie. Das sind ganz andere Inhalte. Und andere „Werte“ – wie man so sagt. Wenn ich erfüllt bin von Geduld und Gelassenheit, von Zuversicht und Grundvertrauen, von Gottes Nähe und Zuspruch, von Gottes Liebe und Treue – dann ist mein Leben im richtigen Fahrwasser.
„Gnade“ nehmen – empfangen also – ist ein richtig gutes Lebensmotto. Gnade ist das klassische Wort für Geschenke des Himmels. Auch hier sollten wir bald fündig werden.
Ich kann mich da sogar relativ kurzfassen. Alles, was Sie nicht machen oder kaufen können, was Sie nicht beeinflussen oder manipulieren können – alles das ist Gnade. Gehen Sie doch mal den Tag durch. Was tut Ihnen gut und Sie haben nichts dafür getan? Was war Geschenk pur? Was hat Sie unerwartet überrascht? Gnade!
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
1. Sonntag nach Epiphanias, 11. Januar 2026
Wieder klopft ein Sonntagsimpuls an Ihre Tür. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wie immer sonntags Ihre ungestörte Zeit für die pünktlichen Geschenke des Himmels. Wir wünschen Ihnen eine fröhliche und friedliche neue Woche. Dieser Impulsspricht vom „Treibstoff des Lebens“.
Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder (Römer 8,14)
Was treibt uns überhaupt und eigentlich? Das ist immer eine gute Frage. Denn was uns treibt, müsste uns ja voranbringen. Aber manchmal ist es genau anders herum. Was uns treibt, geht nach hinten los. Wenn uns Gier und Neid und Angst treiben, haben wir nichts gewonnen, möglicherweise alles verloren.
Man sagt, die Wirtschaft würde durch Konsum und Export angetrieben, die Wissenschaft durch Ehrgeiz und Erfolg, Regierungen durch die Zufriedenheit der Regierten. Das sind nur ein paar Beispiele. Merkwürdigerweise ist nur selten davon die Rede, dass Glaube, Hoffnung, Liebe „Triebkräfte“ sind, dass Vertrauen und Vergebung Menschen vorantreibt, dass der Große Geist, der Heilige Geist, Gottes Geist Treibstoff ist. Genau davon spricht der große Apostel. Und er spricht Klartext. Er schreibt an Mitchristen, die er vermutlich (wie uns ja auch nicht) gar nicht persönlich gekannt hatte. Was bedeutet diese Botschaft dann im gerade begonnenen Jahr 2026? Ich verstehe diese Botschaft als Impuls. Etwa so:
Verbinden Sie Ihren Geist mit dem Geist Gottes.
Lassen Sie das, was von Jesus, dem Christus, ausgegangen ist, in Ihr Herz, in Ihre Seele, in Ihr Hirn.
Achten Sie auf das, was nur dem Zeitgeist entstammen kann.
Fragen Sie oft und gern danach, was Jesus gedacht, gesagt, gewollt, getan hat und was er nicht gewollt hat. Und was er wohl heute tun würde.
Und sofort bekommen Sie es mit dem Geist Gottes zu tun und das wäre gut so. Kontakte zu Geistern, die uns verwirren und verführen, sollten sie tunlichst vermeiden. Gottes Geist ist unverkennbar. Es ist der Geist, der vor allem Liebe ist. Liebe ohne Vorbehalt. Daran wird er schon immer erkannt und daran ist alles das zu prüfen, was uns treibt. Ich wünsche uns auf unserer Lebensreise genügend von diesem himmlischen Treibstoff.
Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass unsere Welt anders aussähe, wenn Milliarden von Christen, die wir ja weltweit sind, sich ganz bewusst vom Geist Gottes treiben lassen würden!
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Epiphanias, 06. Januar 2026
Mitten in den üblichen Wochentagen ein ganz wichtiger Erinnerungstag! Epiphanias. Dreikönigs-Tag. Tag der Erscheinung. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Dieser Impuls erinnert an eine „erhellende“ Realität angesichts der vielen dunklen Rätsel unserer Zeit.
Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. (1. Johannesbrief 2)
Klingt gut! Zu gut?
Was nennen Sie eigentlich Finsternis – in Ihrem Herz und in Ihrem Umfeld?
Was nennen Sie eigentlich Licht – wenn es hell wird in Ihnen und um Sie herum?
Und was ist das wahre Licht?
Jedenfalls keine Reklame. Kein Rampenlicht. Kein Irrlicht. Keine Fata Morgana. Kein Scheinwerferlicht. Kein Kerzenlicht. Nicht mal das Licht, das uns manchmal aufgeht. Was ist denn nun das wahre Licht?
Es ist das Licht, das den Weg in die Ewigkeit beleuchtet.
Es ist das Licht, das selbst in den finsteren Tälern nicht erlöscht.
Es ist das Licht, das nirgendwo zu kaufen ist.
Es ist das Licht, das nachzulesen ist in den biblischen Schriften.
Es ist das Licht, das wir weder entzünden noch auslöschen können.
Wir können es nur unter den Scheffel stellen, also unwirksam machen. Aber das wollen Sie doch nicht? Dann lesen Sie diesen Satz nochmal ganz langsam: „Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint jetzt“. Daran erinnert heute der Stern.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Jahreswechsel 2025/2026
Einen Gesegneten Übergang ins Neue Jahr! Gott segne diesen Wechsel, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie wieder Ihre ungestörte Zeit für die Geschenke des Himmels, auf die Sie sich auch im Neuen Jahr freuen dürfen. Dieser Impuls bringt eine unzerstörbare Gewissheit in Ihr Leben, in Ihr Zuhause, in Kopf und Herz:
Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebräer 13)
Wenn das keine hoffnungsvolle Parole, kein lebenswertes Motto ist für den Jahreswechsel! Hier geht es um Kontinuität und Perspektive. Um Gewissheit, Grundvertrauen, Zuverlässigkeit. Ums Ganze. Um das Ein und Alles. Um ganz oder gar nicht. Um Glauben eben. Manche nennen es Spiritualität oder Frömmigkeit. Vielleicht haben Sie noch ganz andere Namen dafür.
Ohne Jesus, dem Christus, geht aber gar nichts, würde das Ganze nicht stimmen, wäre alles nur Esoterik. Dass es seit Jahrtausenden einen „Fels in der Brandung“ gibt, ist mit unserem banalen Materialismus nicht zu vereinbaren. Dass es genau dieses Fundament gibt, hat mit Fundamentalismus nichts zu tun. Dass es eine solche Wirklichkeit wirklich gibt, ist keine hirnrissige Spinnerei, sondern inzwischen sogar naturwissenschaftlich begründeter möglicher Horizont.
Ich wünsche allen, die das hier lesen, Kraft und Mut zu glauben, was da geschrieben ist. Es trägt uns ins Neue Jahr. Es hilft uns über Abgründe hinweg. Es bringt uns Gewissheit in die Kalender. Es verschafft Ruhe unserem unruhigen Herz.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
Christfest 2025
Gesegnete Weihnacht! Wie immer Sie das Fest erleben werden. Haben Sie wieder Ihre ungestörte Zeit, die Weihnachts-Geschenke des Himmels anzuschauen. Heute steht wie alle Jahre wieder die Erinnerung an die entscheidende Wende vor mehr als 2000 Jahren auf dem Programm.
Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. (Lukas 2)
Wer kennt sie nicht – die uralte Botschaft?
Aber wer kennt sie wirklich – als brandaktuelle Botschaft?
Um Weihnachten zu verstehen, braucht es das „Fürchtet euch nicht“. Immer wenn uns Engel begegnen, nehmen sie uns die Angst. Immer wenn uns Angst genommen ist, war ein Engel im Spiel. Wieder berührt mich am stärksten der Nebensatz „die allem Volke widerfahren wird“. Sie denken jetzt hoffentlich nicht an Volkskirche. An unser Volk denke ich freilich schon. Deutschland war über Jahrhunderte Quelle und Zentrum des Christentums. Das aber ist vorbei. Schon lange. Was haben wir falsch gemacht, dass diese wunderbare Botschaft am Volk vorbeigeht? Was läuft schief, dass diese Botschaft von Frieden, Freude und Freiheit keinen Lauf mehr hat?
Weihnachtsmärkte jedenfalls haben mit Weihnachten nur noch wenig am Hut. Weihnachten ist aber schon immer weit mehr als vor allem Trubel und Stimmung. Weihnachten könnte die Wende werden. Das sage ich auch in diesem Jahr angesichts einer Welt, die aus den Fugen geratenen zu sein scheint. Das sage ich auch in diesem Jahr angesichts von Frauen und Männern, die von allen guten Geistern verlassen zu sein scheinen.
Weihnachten ist die lebendige Erinnerung an das Wunder, das heute noch und heute erst recht unserem deutschen Volk guttun würde: Himmel und Erde kommen zusammen. Menschlichkeit ist nicht nur so eine Worthülse. Liebe ist wirklich möglich.
Und der sie von uns fordert, schenkt sie uns sogar.
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
4. Advent, 21. Dezember 2025
Der Vierte Advent! In ziemlicher Nähe zum Christfest! Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wieder Ihre ungestörte Zeit. Wir wünschen Ihnen eine richtig gute Woche bis zum Fest. Dieser Brief erinnert an eine Freude, die vielen inzwischen fremd geworden ist. Auch vielen Christen:
Freuet euch in dem Herrn alle Wege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe. (Philipper 4)
Eigentlich ein Unding! Freude kann man doch nicht befehlen. Oder geht es hier um etwas ganz Anderes? Es geht jedenfalls nicht um banale Aufheiterung. Auch nicht um so was wie therapeutische Abwechslung. Schon gar nicht um Spaß. Worum aber dann? Warum soll ich mich freuen?
Sie werden vermutlich überrascht darüber sein, wenn ich Ihnen solche Fragen stelle: Wann haben Sie sich zum letzten Mal über Ihren Glauben gefreut? Oder gefreut, weil Sie glauben? Oder gefreut, woran Sie glauben?
Sie werden es vermutlich schon längst wissen. Der Grund ist ebenso einfach wie überzeugend. Denn das alles, was ich Ihnen jetzt nennen werde, geschieht ja mit Ihnen schon sehr lange: Sie sind gehalten, geborgen, getröstet, begleitet, behütet, getragen, gestärkt, an die Hand genommen, ins Herz geschlossen, auf den Weg gebracht, über Abgründe gerettet, zu neuen Ufern übersetzt, von guten Mächten umgeben – und mit dem versorgt, was Sie wirklich brauchen. Legen Sie mal eine Danke-Liste an. Freude lässt dann nicht lange auf sich warten. Freude in dem Herrn ist sehr konkret.
Freut euch – das ist plötzlich kein Befehl mehr, das gehört auf einmal ganz logisch zu den täglichen Bedürfnissen!
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz
3. Advent, 14. Dezember 2025
Es ist bereits der Dritte Advent! Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Haben Sie jetzt wieder Ihre ungestörte Zeit für Geschenke des Himmels, auf die Sie möglicherweise schon wieder warten. Wir wünschen Ihnen eine intensive Woche in dieser Heiligen Zeit. Dieser Impuls erinnert an die Bereitschaft, auf Jesus, den Christus, zu warten. Eine nötige und aktive Bereitschaft:
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig. (Jesaja 40)
Wie kann das gehen – Seinen(!) Weg bereiten? Wie viele Steine sind wegzuräumen? Was sind das für „Steine“? Was steht da im Weg? Auch wenn es Ihre Stimmung im Advent stören kann, nenne ich einiges was sogar schon lange im Weg steht: Kapital. Egoismus. Angst. Neid. Gier. Hoffnung, die eigentlich keine ist. Liebe, die diesen Namen gar nicht verdient. Sinnlose Sichtweisen. Selbstsüchtige Interessen. Armselige Ausreden.
Vielleicht ist es ja wirklich so, dass dem Herrn der Weg zunächst nur im Inneren bereitet werden kann. Vielleicht geht Veränderung nur von innen aus. Vielleicht sind es gar nicht, und vor allem nicht nur, die sogenannten Strukturen. Vielleicht bin ich zuallererst selbst gefragt. Gefragt nach meiner Verantwortung. Gefragt nach meiner Initiative. Gefragt nach meinen Optionen. Gefragt nach meiner Haltung. Letztendlich gefragt nach meinem Glauben.
Wenn ich wirklich glaube, dass ER wirklich kommt – unaufhaltsam (das ist mit „gewaltig“ gemeint), dann werde ich auch – wie und wo auch immer – Seinen Weg zu bereiten versuchen!
Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz