Der spätgotische Marienaltar

Sowohl die historischen Dokumente, als auch die Anordnung der Scharniere sprechen für einen fünfflügligen Altarschrein. Davon sind drei, der Mittelschrein (1) und die inneren Flügel (2+3) noch erhalten. Im Rahmen der Restaurierung wurden zwei Flügel nach historischem Muster ergänzt, die bewusst nicht gestaltet wurden, um der Gemeinde die Möglichkeit zu geben, nach einer intensiven Auseinandersetzung hier eine Entscheidung zu treffen.

Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Ideen hierzu, ob als Text oder Gemälde, einzubringen. Ebenso bedarf es dafür aber auch einer finanziellen Unterstützung, für die wir gern auch eine Spendenquittung ausstellen. Nutzen Sie hierzu bitte folgende Bankverbindung:

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VWZ: RT 1924 SCHLOßKIRCHE / MARIENALTAR

Nach der ersten Wandlung sind vier Szenen aus dem Zyklus der Marienfeste zu sehen. Oben links findet sich die Begegnung von Maria und Elisabeth (Mariä Heimsuchung, 2. Juli). Rechts daneben folgt die Christgeburt (Weihnachten, 25. Dezember) und darunter Jesu Darstellung im Tempel (Mariä Lichtmess, 2. Februar). Unten links beschließt das Bildprogramm der Tod Marias inmitten der Apostel (Mariä Aufnahme in den Himmel, 15. August).
Ursprünglich werden 8 Szenen aus dem Marienleben zu sehen gewesen sein.

Der Marienaltar der Schloßkirche zeigt geöffnet im Zentrum Maria als Himmelskönigin mit dem Jesuskind auf dem Arm. Beide werden flankiert von acht Heiligen; auf der linken Seite oben Nikolaus und Katharina, darunter Dorothea und Mauritius. Rechts finden sich oben Barbara und Wolfgang sowie unten Georg und Margarethe.

In den beiden Seitenflügeln sind die 12 Apostel jeweils in Dreiergruppen angeordnet.
Von diesen können derzeit zugeordnet werden:

  • links oben in der Mitte: Andreas
  • links unten: Matthias, Petrus und Jakobus d.Ä.
  • rechts oben links und in der Mitte: Paulus und Johannes
  • rechts unten rechts: Simon