Impuls der Woche

Sonntag Sexagesimä, 08. Februar 2026

Wieder kommt der SONNTAGSIMPULS zu Ihnen. Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben werden. Wir wünschen Ihnen eine sinnvolle neue Woche. Dieser Brief macht wieder mal klar, dass wir und niemand sonst verantwortlich sind für unser Herz.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstocket eure Herzen nicht. (Hebr. 3,15)

Zu denen, die Stimmen hören, zähle ich mich nicht. Im Volksmund sind die, die Stimmen hören, nicht ganz bei Sinnen. Mit ihnen stimmt was nicht. Möglicherweise brauchen die sogar einen Arzt. Das ist bekanntlich das übliche Meinungsbild zum Thema „Stimmen-hören“.

Gottes Stimme gehört nicht in diese Schublade. Sie ist von ganz anderer Art. Sie ist nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. Sie ist eigentlich nicht zu überhören. Aber genau da liegt der Punkt. Und darauf macht der Hebräerbrief unmissverständlich aufmerksam: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstocket euer Herz nicht“.

Wie gesagt, Gottes Stimme kann man eigentlich nicht überhören, man kann sich ihr aber verschließen. „Verstocken“ klingt so, als könnten wir Gottes Stimme wie ein lästiges Tier mit einem Stock abwehren, abschotten – gewissermaßen verscheuchen. Ob wir das jetzt wahrhaben wollen oder nicht, das tun wir in der Tat viel zu oft. Manchmal sind wir Weltmeister in dieser Sache. Wir machen zu. Wir machen uns zu. Wir verschließen uns. Wir verbarrikadieren uns. Wir lassen nichts ran und schon gar nichts rein. Beispiele?

Alle eure Sorge werft auf ihn – machen wir aber nicht.
Vergebt einander – machen wir aber nicht.
Dient einander mit der Gabe, die euch gegeben ist – machen wir aber nicht.
Lass dir an meiner Gnade genügen – machen wir aber nicht.
Aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens – machen wir aber nicht.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir – glauben wir aber nicht.

Die Liste ist lang.
Es wäre doch mal ein besonderer Impuls für die begonnene Woche: Hirn und Herz aufmachen, sich öffnen. Für die Stimme, die nur Gottes Stimme sein kann. Und Sie werden Überraschungen erleben, wenn Sie denn mögen.

Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz

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