Impuls der Woche

Sonntag Invokavit, 22. Februar 2026

Die Passionszeit hat begonnen. Die SONNTAGSIMPULSE bekommen einen ganz besonderen Sound. Gott segne diesen Tag! Und wir wünschen Ihnen eine getroste neue Woche. Dieser Impuls macht bewusst, dass wir dem Teufel nicht alles in die Schuhe schieben sollten.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh. 3,8)

„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“
Dafür ist er angetreten. Dafür kam er auf den Plan. Dafür hat er sich stark gemacht. Dafür hat er sich aufgeopfert. Dafür hat er Kopf und Kragen riskiert. Dafür war er Tag und Nacht auf der Matte. Dafür ließ er sich auslachen und auspeitschen. Dafür verzichtete er auf Ehe und Familie, auf Job und Karriere. Das alles und sicher noch viel mehr verbirgt sich hinter diesem uns nicht vielsagenden Wort „erschienen“.

„Die Werke des Teufels zerstören“
Wer kann das schon – dem Teufel an den Kragen gehen, ihm den Garaus machen, ihm den Wind aus den Segeln nehmen, ihn über die Klinge springen, ins Leere laufen, alt aussehen lassen, seine Absichten im doppelten Sinne durchkreuzen. Nochmal: wer kann das schon – die Werke des Teufels zerstören? Antwort: „Der Sohn Gottes“ – also nur der, dessen Wesen ganz und gar von Gott geprägt und bewegt wird.

Zweierlei ist noch offen: was sind eigentlich Werke des Teufels und womit werden sie zunichtegemacht?

„Werke des Teufels“?
Alles, was tödlich ist, was den Menschen das Leben zur Hölle macht, was überhaupt Leben behindert oder verhindert. Das alles ist vom Teufel, ist Teufelszeug, ist teuflisch. Es gibt eine Menge davon. Beispiele? Eine Freiheit, die auf Kosten anderer funktioniert. Ein Friede, der mit Gewalt gemacht und bewacht wird. Eine Hoffnung, die nur das Eigene (das Eigentum) im Sinn hat. Eine Liebe, die nur an sich und kaum an den oder die anderen denkt. Ein Wohlstand, der nur vom Elend anderer lebt usw. Wir merken schon – das Alles geschieht rund um die Uhr. Wohin wir auch blicken. Werke des Teufels sind allgegenwärtig. Und scheinbar allmächtig. Wir sollten demütig bei uns selbst anfangen und nachschauen, wie viel davon in uns ist und von uns ausgeht.

„Womit der Sohn Gottes teuflische Werke zerstört“ hat und zerstört?
Die Antwort ist einfach und eindeutig. Es gibt keinen Zweifel. Nur mit Liebe löscht er die teuflischen Brände. Er sucht und braucht Menschen, die mitmachen, keine Mitläufer. Nachfolge, die sich nicht bemüht, die Werke des Teufels zu zerstören, ist keine Nachfolge. So ernst ist die Lage.

Genug für heute. Amen.

Pfr. i. R. Dr. Gottfried Schleinitz

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Kirchenjahr 2025/2026

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